Blankenburger Süden

Zwischen Blankenburg und Heinersdorf, soll das neue Stadtquartier "Blankenburger Süden" entstehen.

Auf der derzeit landwirtschaftlich genutzten Kernfläche waren ursprünglich 5.000 bis 6.000 Wohneinheiten geplant.

Die sogenannte "Auftaktarena" am 03. März machte deutlich, dass die Bauplanungen in Wahrheit noch viel umfangreicher sind.

Tatsächlich sind über 10.000 Wohneinheiten geplant. Die Erholungsanlage Blankenburg, der Golfplatz und die komplette Freifläche am Blankenburger Pflasterweg bis nach Heinersdorf und Malchow sollen für diesen Wahnsinn herhalten.

Neben den Wohnungsbauten, bestehend überwiegend aus Mehrfamilienhäuser und vereinzelte Einfamilienhäuser, sollen unter anderem mehrere Schulstandorte (Grund- und weiterführende Schulen) und Kitas sowie auch Gewerbestandorte entstehen.

Zu einer Verbesserung der Verkehrssituation soll es durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie von Heinersdorf zum S-Bahnhof Blankenburg kommen. Diese Verlängerung würde dann inklusive Straßenbahn-Betriebshof durch die Gartenanlage verlaufen.

Zusätzlich soll durch eine Tangentialverbindung Nord (TVN) der Verkehr entlastet werden.

Eine Verbesserung der Verkehrssituation ist durch die Verlängerung der Straßenbahn und durch die TVN jedoch nicht zu erwarten.

Die S-Bahn ist jetzt schon nicht der enormen Anzahl von Fahrgästen gewachsen. Ein Zuwachs durch weitere Fahrgäste, Umsteiger durch die Straßenbahn, würde den Kollaps bedeuten.

 

Um sinnvoll für eine Verkehrsentlastung zu sorgen, muss eine Entlastungsstraße in Buch oder Karow geschaffen werden. Zusätzlich mit einer Autobahnanbindung in der Karower Chaussee.

 

Die Planung der TVN stellt lediglich eine Parallelstrecke des Blankenburger Pflasterwegs dar und ist Augenwischerei.

Mit der Durchsetzung des Bauvorhabens "Blankenburger Süden" wäre nicht nur Deutschlands größte Erholungsanlage Geschichte, auch der Golfplatz, viel Grün und Natur und der dörfliche Charakter Blankenburgs wären für immer vernichtet.
Die drei vorgestellten Varianten stellen keine Alternativen dar und lassen einem zu dem Schluss kommen, dass mit dem "Blankenburger Süden" der Ortsteil Blankenburg und somit die Heimat von 7.000 Menschen zerstört wird.

Wie sehen nun echte Alternativen und Lösungen aus?

Querstellen und dem Bauvorhaben den Kampf ansagen ist eine Möglichkeit.

Massiver Bürgerprotest kann solche utopischen Bauprojekte stoppen (siehe Elisabeth-Aue).

 

Eine Alternative D wäre vielleicht die realistischste Lösung.

Wie könnte diese aussehen?

 

* Schaffung von Verkehrsentlastungen (Bau einer Entlastungsstraße in Buch/Karow und der Autobahnanschluss in der Karower Chaussee)

 

* Bebauung am Blankenburger Pflasterweg nur mit Einfamilien- und Reihenhäuser

 

* Bau einer Kita und Schule (Grund- und weiterführende Schule)

 

* geringe Mengen von Kleingewerbe

 

Die Erholungs- und Gartenanlage Blankenburg, der Golfplatz und der größte Teil des Areals am Blankenburger Pflasterweg als Grünfläche und Ablauffläche für Regen, müssen erhalten bleiben.

 

Als besonders schützenswert sind auch die vielen Tier- und Pflanzenarten die sich im besagten Areal angesiedelt und entwickelt haben anzusehen.

 

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/blankenburger-sueden/